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MENSCHENRECHTSZENTRUM MANAUS und Pastoral Carcerária

Manaus

ist die Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas und hat etwa so viele Einwohner wie Wien. Einst wurde diese Stadt das „Paris der Tropen“ genannt, heute ist Manaus eingekesselt von Elendsvierteln mit einer Armut wie wir sie uns nur schwer vorstellen können.
Das Menschenrechtszentrum bildet Menschen aus, die die Bevölkerung in ihrem Kampf gegen brutale Polizeiwillkür unterstützen, bietet Rechtsbeistand an, leistet Jugendarbeit und engagiert sich in Umweltfragen, ganz besonders bei der zügellosen Abholzung des Urwaldes, der als Ökosystem einmalig auf der Welt ist.

Karl Peinhopf wurde 1954 in Pöls geboren und 1982 zum Priester geweiht. Er wirkt schon 17 Jahre als Comboni-Missionar in Manaus (Brasilien). Wie Günther Zgubic spürt auch er täglich die extreme Spannung zwischen Leben und Tod.
Besonders kümmert sich Karl Peinhopf um die Indianer Brasiliens, die in großer Gefahr sind, in diesem Wachstumswahn als Bürger zweiter Klasse ihre Identität, Kultur und ihren Lebensraum zu verlieren. Er hat in den letzten Jahren in der Peripherie von Manaus 13 Pfarrgemeinden gegründet. Seit Ende 2010 widmet sich Karl Peinhopf in Curitiba (Bundesstaat Parana) der Priesterausbildung.

Sao Paulo


Günther Zgubic wurde 1949 in Pöls geboren und 1975 zum Priester geweiht. 1988 übersiedelte er nach Sao Paulo, wo er im gewalttätigsten Viertel u. a. Aids-Kranke, Prostituierte und Menschen aus den Favelas betreute. 2002 wurde er von der brasilianischen Bischofskonferenz mit der Leitung der Gefängnisseelsorge für gesamt Brasilien beauftragt. Er gründete die Menschenrechtsbewegung „Christen gegen Folter“ und kann internationale Organisationen wie Amnesty International für gemeinsame Aktionen gewinnen. Unter ständiger Lebensgefahr prangert er das völlig korrupte brasilianische politische System an. Seit 2007 ist er maßgeblich am Aufbau eines neuen Sicherheitswesens in Brasilien beteiligt.
Günther Zgubic wurde vielfach ausgezeichnet. 2005 erhielt er den Romero Menschenrechtspreis, im Jahr 2008 wurde er mit dem brasilianischen Menschenrechtspreis - der wertvollsten Auszeichnung für Menschenrechtsaktivisten in Lateinamerika - ausgezeichnet! 2011 kehrte Günther Zgubic über Ersuchen der Diözese Graz-Seckau wieder nach Österreich zurück, wo er sich nun neuen Herausforderungen widmen wird.

Padre Valdir wurde 1952 in Brasilien geboren und ist der erste brasilianische Weltpriester, dem die nationale Koordination der brasilianischen Gefängnispastoral übertragen wurde. Er ist in dieser Funktion der direkte Nachfolger von Günther Zgubic und durfte für sein Team 2010 den Nationalen Staatspreis für Verdienste im Kampf gegen Folter entgegen nehmen.


Regional


Manoj führt Informationsveranstaltungen zu verschiedenen Themen durch und arbeitet an verschiedenen Projekten. (Ankündigungen und Nachberichterstattungen unter Aktuelles)