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PROJEKTE

 

 

Hilfsprojekte: Kongo. Syrien, Regional   >> Bericht

 

 

 

Projekt in Syrien – ,, Waisenhaus der kleinen Engel” 

 

 

Projekte im Inland

 

Comboni-Schwester Gertrud Höggerl macht
Wind für Solidaritätsprojekt im Kongo. >>
Bericht aus der Kleinen Zeitung   >> Bericht 2

 

 

KONGO PROJEKT - Frauen in Freiheit

 

Die SOLIDARITÄTSGRUPPE MANOJ UNTERSTÜTZT DAS

Projekt für schwer traumatisierte Frauen im Kongo:“Donna libera - Frauen in Freiheit

Die Demokratische Republik Kongo ist seit mehr als einem Jahrzehnt Opfer eines schrecklichen Bürgerkriegs, der zu einer Zunahme der Armut geführt hat, die insbesondere Frauen betrifft.

Sexuelle Gewalt wird systematisch als Kriegswaffe eingesetzt. Massenvergewaltigungen stehen auf der Tagesordnung:  Ein  trauriges Beispiel sind die Gräueltaten der Rebellen in Luvingi (Ostkongo): 387 Menschen wurden in vier Tagen in Luvungi und den umliegenden 13 Dörfern vergewaltigt – 300 Frauen, 55 Mädchen, 23 Männer und neun Jungen.  Das jüngste Opfer war 2, das älteste 79 Jahre alt! Fast alle wurden mehrfach misshandelt und sind bis heute schwer traumatisiert. Die meisten Frauen werden nach den Vergewaltigungen von ihren Familien verstoßen, müssen fliehen , sind ohne Arbeit, ohne Familie, ohne zu Hause – sie rutschen oft unverschuldet ab in die Kriminalität..

In Kinshasa vegetieren so Tausende von Frauen : sie sind  Ausgestoßene, Gefangene, Ex-Häftlinge- alle leben in extremer Armut.

Das Straf- und Rehabilitationszentrum der Hauptstadt Kinshasa, bekannt als Makala Gefängnis, wurde 1958 erbaut und hat eine Kapazität von 1.500 Plätzen. Derzeit vegetieren dort 8.000 Insassen in 11 Abteilungen; eine davon für männliche Minderjährige , eine für Frauen und minderjährige Mädchen ( derzeit ca.200 ).

Die Gefangenen sind in bitterer Not, nicht nur wegen der massiven Überbelegung , sondern auch aus Mangel an Nahrung, medizinischer Versorgung und angemessenem Rechtsschutz.

Das Projekt „Donna libera“ hilft einem Teil dieser schwer traumatisierten Frauen: Oft führt die Inhaftierung zur Abbruch der Beziehungen mit der Herkunftsfamilie, manchmal aufgrund der Entfernung zwischen dem Gefängnis selbst und dem Herkunftsgebiet, in anderen Fällen aufgrund von Scham. Eine gesunde Beziehung zur Familie ist ein Faktor, der für eine erfolgreiche Wiedereingliederung in die Gesellschaft entscheidend sein kann.

Die Comboni-Schwestern bieten den weiblichen Häftlingen Unterstützung während ihre Haft, vor allem aber bezüglich ihrer Vorbereitung auf die Rückkehr in die Gesellschaft. Sie stellen Familienkontakte her, organisieren Ausbildungskurse für zukünftige berufliche Reintegration und wirtschaftliche Unabhängigkeit. Das Projekt soll auch anderen Frauen helfen, die in extremer Armut leben. Es soll die Frauen auch ermuntern, über ihr Schicksal zu sprechen und die grausamen Verbrechen anzuprangern.

Die Ex-Häftlinge, die für ihre Wiedereingliederung in die Familie keine Chance haben, sind in einem Haus untergebracht, das von den Comboni-Missionsschwestern geleitet wird; um zu verhindern, dass sie sich selbst überlassen sind und zu negativem Verhalten zurückkehren. Das Zentrum steht auch anderen Projektbegünstigten offen, die keine alternative Unterkunft haben. Die Begünstigten nehmen an einem berufsbildenden Training teil.

Es werden verschiedene Kurse angeboten:  Alphabetisierung und Französisch (dieses Training beginnt im Gefängnis), aber auch berufsbildende Kurse wie Friseur, Schneiderei und Kochen und Verkauf von Lebensmitteln.

Alle Frauen, die die notwendigen Fähigkeiten erworben haben, erhalten seitens der Comboni- Missionarinnen Unterstützung , ein Kleinstunternehmen zu gründen.(Gewährung von Mikrokrediten)

Fürs Erste sollen 20 bis 30 Frauen unterstützt werden – ein Projektausbau ist angedacht, jährlich wird es dann Hilfe für ca. 100 Frauen geben. Es ist eine lange Liste an Ausgaben, die die Comboni- Schwestern übernehmen müssen: Lebensmittel ,Medizinische Behandlung, Transportkosten, Gebäude-Instandhaltung ,Miete des Hauses, Alphabetisierungskurse,Unterrichtsmaterialien, Fortbildungskurse, Unterstützung für die Gründung von Kleinunternehmen, Kleidung und Hygieneartikel, Reisen zur Familienzusammenführung ,Mietbeitrag für diejenigen, die das Zentrum verlassen, Schulgeld, Gehalt für Sicherheitsdienst (Nachtwächter usw. ), Gehalt für 2 Betreuerinnen, Gehalt für Sozialarbeiter;

Projektreferentin: Sr. Giovanna Valbusa, Comboni-Missionsschwester.

 kontonummer manoj - IBAN AT76 3834 6000 1222 7203

 

Projekt zugunsten schwer traumatisierter Frauen im Kongo.

Bericht aus der Kleinen Zeitung

 

Fotos aus dem Frauenprojekt im Kongo.

Die neu renovierten Gebäude, fast fertig für die Frauen, die aufgenommen werden sollen:

Küche und Speisezimmer, Schlafzimmer, Raum für Kurse, Waschraum, usw.

 

International:

Brasilien:

 

MENSCHENRECHTSZENTRUM MANAUS und Pastoral Carcerária

Manaus

ist die Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas und hat etwa so viele Einwohner wie Wien. Einst wurde diese Stadt das „Paris der Tropen“ genannt, heute ist Manaus eingekesselt von Elendsvierteln mit einer Armut wie wir sie uns nur schwer vorstellen können.
Das Menschenrechtszentrum bildet Menschen aus, die die Bevölkerung in ihrem Kampf gegen brutale Polizeiwillkür unterstützen, bietet Rechtsbeistand an, leistet Jugendarbeit und engagiert sich in Umweltfragen, ganz besonders bei der zügellosen Abholzung des Urwaldes, der als Ökosystem einmalig auf der Welt ist.

Karl Peinhopf wurde 1954 in Pöls geboren und 1982 zum Priester geweiht. Er wirkt schon 17 Jahre als Comboni-Missionar in Manaus (Brasilien). Wie Günther Zgubic spürt auch er täglich die extreme Spannung zwischen Leben und Tod.
Besonders kümmert sich Karl Peinhopf um die Indianer Brasiliens, die in großer Gefahr sind, in diesem Wachstumswahn als Bürger zweiter Klasse ihre Identität, Kultur und ihren Lebensraum zu verlieren. Er hat in den letzten Jahren in der Peripherie von Manaus 13 Pfarrgemeinden gegründet. Seit Ende 2010 widmet sich Karl Peinhopf in Curitiba (Bundesstaat Parana) der Priesterausbildung.

Sao Paulo


Günther Zgubic wurde 1949 in Pöls geboren und 1975 zum Priester geweiht. 1988 übersiedelte er nach Sao Paulo, wo er im gewalttätigsten Viertel u. a. Aids-Kranke, Prostituierte und Menschen aus den Favelas betreute. 2002 wurde er von der brasilianischen Bischofskonferenz mit der Leitung der Gefängnisseelsorge für gesamt Brasilien beauftragt. Er gründete die Menschenrechtsbewegung „Christen gegen Folter“ und kann internationale Organisationen wie Amnesty International für gemeinsame Aktionen gewinnen. Unter ständiger Lebensgefahr prangert er das völlig korrupte brasilianische politische System an. Seit 2007 ist er maßgeblich am Aufbau eines neuen Sicherheitswesens in Brasilien beteiligt.
Günther Zgubic wurde vielfach ausgezeichnet. 2005 erhielt er den Romero Menschenrechtspreis, im Jahr 2008 wurde er mit dem brasilianischen Menschenrechtspreis - der wertvollsten Auszeichnung für Menschenrechtsaktivisten in Lateinamerika - ausgezeichnet! 2011 kehrte Günther Zgubic über Ersuchen der Diözese Graz-Seckau wieder nach Österreich zurück, wo er sich nun neuen Herausforderungen widmen wird.

Padre Valdir wurde 1952 in Brasilien geboren und ist der erste brasilianische Weltpriester, dem die nationale Koordination der brasilianischen Gefängnispastoral übertragen wurde. Er ist in dieser Funktion der direkte Nachfolger von Günther Zgubic und durfte für sein Team 2010 den Nationalen Staatspreis für Verdienste im Kampf gegen Folter entgegen nehmen.


Regional


Manoj führt Informationsveranstaltungen zu verschiedenen Themen durch und arbeitet an verschiedenen Projekten. (Ankündigungen und Nachberichterstattungen unter Aktuelles)